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Moralische Verpflichtung in der Politik
Tschau Integration
Ist der Schweizer verweichlicht?

Rezension Buch

Moralische Verpflichtung in der Politik

Christian Michael Schenkel

Peter Lang Verlag ISBN 978-3-0343-0585-3

 


Im Umfeld der direkten Demokratie beschäftigt sich der einfache Bürger zunehmend mit den Herausforderungen der Politik. Ob er will oder nicht.

Ist es der Volkswille oder kreiert die Elite aus Wirtschaft und Politik „Volksmeinungen“? Das Buch „Moralische Verpflichtung in der Politik“ greift grundlegende Themen auf und geht sehr stark in die Tiefe und auf Hintergründe ein. „Politik und Moral beziehen sich in der Demokratie auf eine Ordnung, die einen allgemeinen Bezugsrahmen für soziales, wirtschaftliches und politisches Handeln herstellt.“ Bereits dieses Zitat belegt die Wichtigkeit des vorliegenden Werkes für Kreise weit über den Interessen der Elite hinaus. Ausführlich werden die Grundlagen der dialogischen Vernunft aufgezeigt, welche zur Darlegung der dialogischen Rationalität führt. Daraus ergeben sich die Betrachtungen zur moralischen Verpflichtung demokratischer Modelle. Das umfassende Literaturverzeichnis zum Thema beinhaltet Werke seit 1784 bis zur aktuellen Berner Reihe philosophischer Studien.

 

Politisches Handeln in der Demokratie

Die einfachen Bürger, die Mehrheit im demokratischen Bereich, stehen einer Elite aus Wirtschaft und Politik gegenüber. „Die Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Interessen bezieht sich auf die Selbstauffassung des Menschen als selbstreflexives Wesen.“ erklärt die Notwendigkeit, dass sich insbesondere einfache Bürger in den demokratischen Prozessen engagieren müssen. „Wegen der häufigen Wahlen konzentrieren sich Politiker mehr auf kurzfristige und nicht auf langfristige Ziele, was dem guten Regieren abträglich ist.“ Die akademischen Ergründungen der Dialogische Vernunft als Fundament zur dialogischen Rationalität erläutern, dass wir, die Bürger, über Diskursregeln und Moralprinzipien nachdenken müssen. „Die ohnmächtigen Mitglieder der Gesellschaft prüfen ihre Handlungen bloss mit Blick auf die daran anschliessenden Reaktionen.“

 

Die moralische Verpflichtung

Diese Wertvorstellungen müssten sich zwischen Volk und Elite angleichen. Die moralische Verpflichtung muss vorwiegend von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und gefordert werden. Das vorliegende Buch erläutert die gewachsenen und die psychologischen Hintergründe. - „Die prinzipielle Ungleichheit zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft ist nicht nur die Ursache für die gegenseitige Verständigung und für das gegenseitige Abstimmen, sondern auch Quelle sozialer und politischer Gewalt.“

 

Meine Stellungnahme

Dieses akademische Buch ist ein Werk mit dem Anspruch nicht nur Wissenschaftler und Studierende zu interessieren. Der Autor geht sehr detailliert darauf ein und belegt die Hintergründe, welche unser Denken beeinflussen. Zudem hinterfragt und entwickelt er Demokratiemodelle, welche die moralische Verpflichtung zur Grundlage nimmt. Mit der Ausführlichkeit des Werkes wird vorab die studierende Elite angesprochen. Angesichtes der Wichtigkeit und Aktualität dieser Arbeit wäre es wünschenswert eine vereinfachte Ausgabe zu veröffentlichen wie zB Stéphane Hessel mit seinen Büchlein Empört Euch! und Engagiert Euch!. Interessant zum Verständnis der Geschichte der gewachsenen Schweizer Demokratie ist das Buch von Volker Reinhardt „Die Geschichte der Schweiz - Von den Anfängen bis heute“.

Das Buch von Christian Michael Schenkel „Moralische Verpflichtung in der Politik“ empfehle ich trotz der akademischen Gestaltung sehr.

 

Hans Peter Rubi, Regierungsreform.ch



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